Natur

Die Natur von Utsjoki ist wahrlich einzigartig und vielfältig

Die Natur von Utsjoki ist wahrlich einzigartig und vielfältig

Das Teno-Flusstal ist üppig und von Fjällbirken bedeckt, während die Fjällhochebenen baumlos sind und wenig Vegetation aufweisen. Jede Jahreszeit verwandelt die Natur in eine andere Landschaft. Im Winter erwecken die Polarnacht und Frosttemperaturen bis nahe -40 °C den Eindruck, als wäre man in einer arktischen Wüste. Der Sommer und die nachtlose Nacht lassen wiederum die Natur aufleben und das Gefühl entstehen, die Natur käme nicht einmal nachts zum Aufatmen. Im Sommer kann die Temperatur gut über +20 Grad steigen.  Auch die Reinheit der Natur in Utsjoki setzt eigene Maßstäbe. Die Naturgebiete sind fast unberührt. In Utsjoki gibt es keine Großindustrie, wie z.B. Bergbau oder Kraftwerke. Das Wasser ist fast überall sauber und zum Trinken geeignet. In der Natur können Sie Beeren und Pilze unbesorgt sammeln.

Typische Tiere für Utsjoki sind unter anderem Rentier, Elch, Schneehuhn und diverse kleine Säugetiere wie Lemminge. Auch Raubtiere kommen vor, z.B. Bär, Luchs, Vielfraß sowie Stein- und Seeadler. Da man diese Raubtiere in freier Natur nur selten zu sehen bekommt, gilt die Wildnis als ein recht sicherer Aufenthaltsort.

Wildnisgebiete von Utsjoki

In der Gemeinde Utsjoki gibt es zwei große Wildnisgebiete, getrennt durch das Flusstal Utsjoki: Paistunturi und Kaldoaivi. Diese Wildnisgebiete bilden den größten Teil der Fläche von Utsjoki und sind hauptsächlich Fjällhochebenen, die als wichtige Ausübungsorte des traditionellen Lebensunterhalts der Sámi gelten. Auf den Fjällhochebenen werden unter anderem Rentierzucht und Schneehuhnjagd betrieben. Zusätzlich zu den weiten Wildnisgebieten hat Utsjoki das Naturschutzreservat Kevo in der Wildnis von Paistunturi. Das Ziel des Reservates ist der Schutz des Kevo-Canyons und der umgebenden Fjäll-Natur.

Teno-Fluss

In Utsjoki fließt der größte und bedeutendste Lachsfluss Europas, Tenojoki. Der Fluss ist 250 km lang und mit zahlreichen Zuflüssen verbunden. Davon sind Inarijoki und Karasjoki die größten. Teno verläuft fast auf seiner gesamten Länge als Grenzfluss zwischen Norwegen und Finnland. In Nuorgam, dem nördlichsten Ort Finnlands, geht der Fluss ganz auf die norwegische Seite über. Der Teno-Fluss ist für seine guten Lachsfänge bekannt und ein einzelner Lachs kann beinahe 30 kg wiegen. Es geht sogar ein Gerücht über einen 32 kg Monsterlachs um.

Für die lokale Bevölkerung war der Teno-Fluss schon immer bedeutend. Vor dem Straßenbau war der Fluss ein Verkehrsweg. Im Sommer benutzten die Einheimischen Boote und im Winter, nachdem der Fluss zufror, wurde eine Eisstraße gebaut. Sogar die Post wurde über den Fluss befördert. Heute ist der Teno-Fluss in touristischer Hinsicht äußerst bedeutend. Die Fischexpeditionen am Teno-Fluss begannen am Anfang des 19. Jahrhunderts, als englische Lords den Weg zum Teno über das Eismeer fanden. Der Fischereitourismus der Engländer ließ aber am Anfang des 20. Jahrhunderts nach, als die Netz- und Ringwadenfischerei der Einheimischen in ausgedehntem Ausmaß zunahm. Dies führte zu deutlich geringerem Fischfang. Seit den 1950er Jahren ist die Anzahl der einheimischen Freitzeitangler deutlich gestiegen, bedingt durch die Verbesserung der Verkehrsverbindungen und einen schlechten Lachsfang aus anderen finnischen Lachsflüssen. In den 2010er Jahren ist die Anzahl der finnischen Freizeitangler durch relativ geringen Lachsfang jedoch zurückgegangen.

Nordlicht – Aurora Borealis

In Utsjoki ist die Wahrscheinlichkeit das Nordlicht zu sehen sehr hoch. In der Wintersaison 2014–2015 konnten alle Gruppen während ihrer Urlaubswoche das Nordlicht besichtigen. Da hier so gut wie keine Lichtverschmutzung vorhanden ist, lässt sich das Nordlicht fast überall in der Utsjoki-Region sehen. Das Nordlicht ist bei klarem Himmel zu besichtigen und es lohnt sich nicht, bei dickem Schneefall danach Ausschau zu halten. Die Wetterbedingungen können sich in Utsjoki jedoch schnell ändern, bleiben Sie also bereit!

Zum Fotografieren des Nordlichts brauchen Sie eine gute Kamera und ein Stativ. Auch mit einer mittelmäßigen Kamera lässt sich das Nordlicht zwar fotografieren, aber die Fotoqualität ist nicht unbedingt optimal. Wir helfen Ihnen gern weiter. Bei unseren Nordlicht-Programmen erhalten Sie Tipps und Ratschläge zur Handhabung der Kamera.